20.11.2010 Stabsrahmenübung in Ashausen
Einen simulierten Großeinsatz haben am Sonnabend rund 80 Mitglieder von Bundeswehr, Feuerwehr, DLRG, DRK, JUH und THW am und im Feuerwehrhaus in Ashausen ausschließlich am so genannten Grünen Tisch mit Erfolg geprobt. Gesamteinsatzleiter und stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter Heide Norbert Petersen aus Garlstorf sah sich dabei einer außerordentlich komplexen Übungslage, ausgearbeitet vom Leiter der Technischen Einsatzleitung Peter Becker, gegenüber. Ursprünglich sollten dabei sämtliche Fachzüge der Kreisfeuerwehr zu einem virtuellen Großeinsatz in den Landkreis Lüneburg ausrücken, dort sollte laut Übungsvorgabe der Elbe-Seiten Kanal gebrochen sein und riesige Gebiete sollten dadurch überflutet worden sein. Die Fachzüge hatten sich laut Vorgabe an einem genannten Bereitstellungspunkt einsatzbereit gemeldet, die Technische Einsatzleitung des Landkreises Harburg wurde alarmiert und war am Feuerwehrhaus Ashausen in Stellung gegangen und hatte ihre Arbeit aufgenommen. Doch die Kräfte des Landkreises Harburg kamen virtuell nicht weit, laut weiteren „Drehbuchvorgaben“ sollte es über dem Bereich Maschen/Stelle/Winsen zum Zusammenstoß zwischen einem voll besetzten Airbus A 320 und einem Frachtflugzeug der Bundeswehr gekommen sein. Das Frachtflugzeug sollte dabei auf dem Bahnhof Maschen auf einen Zug mit Kesselwaggons gestürzt sein, der Airbus war auf der Elbe notgewassert, ein Triebwerk war in das Krankenhaus Winsen eingeschlagen und hat dort schwere Schäden verursacht. Mit dieser Ausgangslage probten die Kräfte aller Hilfsorganisationen den Ernstfall mit dem Schwerpunkt Einsatzleitung. Sowohl die Einsatzleitwagen der Hilfsorganisationen als auch die Technische Einsatzleitung des Landkreises Harburg in Zusammenarbeit mit den Fachberatern aller Organisationen hatte dabei Höchstleistungen zu geben. Immer wieder gab es neue Meldungen von den vielen virtuellen Einsatzorten, die Kommunikation untereinander war dabei ein wesentlicher Bestandteil dieser Stabsrahmenübung. Aufmerksame Beobachter waren auch Mitarbeiter des Landkreises Harburg, die in solchen Großschadenslagen ebenfalls in der TEL mitarbeiten und Stäbe besetzen. Um das Übungsszenario möglichst echt wirken zu lassen, wurden diverse Einsatzleitwagen der Feuerwehren aber auch Fahrzeuge anderer Hilfsorganisationen eingesetzt, die über Funk immer neue Meldungen an die Einsatzleitung abgeben mussten. Die Umsetzung der Meldungen und die daraus resultierenden Entscheidungen sollten möglichst ohne Zeitverzögerungen erfolgen. „Darin besteht ein Hauptziel dieser Übung“, erläuterte Peter Becker. Die Übungsbeobachter mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Kay Wichmann, den beiden Abschnittsleitern der Feuerwehr Volker Bellmann und Sven Wolkau sowie Führungskräften aller anderen Organisationen überzeugten sich von der guten Zusammenarbeit aller Kräfte. Besonders die Zusammenarbeit aller Kräfte untereinander aber auch die Kommunikation untereinander und die Arbeit der TEL waren Beobachtungskriterien, und zufrieden zeigten sich alle Beobachter. Kleine Mängelpunkte gab es zu vermerken, aber im Großen und Ganzen äußerten sich alle Beteiligten positiv über den Übungsablauf. Nach gut vier Stunden wurde die Übung schließlich beendet, Nachbesprechungen sollen zur Auswertung und den daraus gewonnen Erkenntnissen dieser Übung erfolgen.
Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


